„Ich muss nicht mehr jedem gefallen“

Im Bistumsmagazin BENE bezieht Patricia Kelly Stellung zur kürzlich veröffentlichten Missbrauchsstudie

Sie ist nicht nur Mitglied der Kelly Family: Patricia Kelly (49) ist auch Ehefrau, Mutter und vor allem überzeugte Christin. Im Bistumsmagazin BENE bezieht sie Stellung zur kürzlich veröffentlichten Studie zum sexuellen Missbrauch in der Katholischen Kirche: Natürlich macht auch mich das zutiefst traurig. Es ist – bitte entschulden Sie die Wortwahl – zum Erbrechen. Ich bin ja selbst Mutter, habe zwei Söhne im Teenageralter.“

„Die Musikbranche ist sehr liberal, viele sind gegen die Kirche.“

Dennoch sei ihr Glaube nicht erschüttert. Patricia Kelly weiter: „Man darf nicht alles verteufeln. Ich kenne die Kirche in all ihren Facetten. Sie tut auch viel Gutes. Gerade jetzt, wo sie im negativen Fokus ist in Deutschland, stehe ich zu ihr.“ Patricia Kelly tue sich, so sagt sie, allerdings keinen Gefallen damit, öffentlich katholisch zu sein. Deshalb verliere sie sogar Aufträge. „Die Musikbranche ist sehr liberal, viele sind gegen die Kirche“, so Patricia Kelly. Sie sei jetzt allerdings, so führt sie aus, in einem Alter, in dem es ihr egal sei, was andere von ihr denken. „Ich gehe nach meiner ethischen und moralischen Philosophie, die ich für mich als richtig empfinde. Es war ein langer Weg, aber ich habe meinen Weg gefunden. Ich muss nicht mehr jedem gefallen.“

Kelly macht Mut, sich weiter für die Kirche zu engagieren

Sie versucht, Mut zu machen und jeden Einzelnen darin zu bestärken, sich weiterhin für die Kirche zu engagieren. Es sei schließlich so, dass die „vielen einzelnen Personen in der Kirche“ die Kirche sind, „nicht nur die Oberhäupter.“ Diese seien zwar zuständig für gewisse Dinge, „aber was die Kirche wirklich ausmacht, sind doch die Mitglieder.“ Jeder könne versuchen, ehrlicher und wahrhaftiger zu sein. Patricia Kelly: „Vielleicht nicht immer, aber immer mal wieder. Das ist zumindest für mich der Weg. Zu sagen, wir beginnen bei uns selbst. Ich glaube an die Kraft der kleinen Schritte.“

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