von Ulrich Lota

Letzte Grubenfahrt: Ruhrbischof nachdenklich und dankbar

Bischof Franz-Josef Overbeck ist am Dienstag zum letzten Mal in Bottrop unter Tage gewesen. „Wir müssen aber auch den Blick nach vorne richten.“

Seine wohl letzte Grubenfahrt in eine deutsche Steinkohlezeche hat Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck am Dienstag, 27. November, unternommen. Begleitet von Ruhrkohle-Vorstand Peter Schrimpf, Bergwerksdirektor Jürgen Kroker und Vertretern aus der Bistumsleitung, dem Domkapitel und des Diözesanrates der Katholiken im Bistum Essen fuhr Overbeck am Schacht 10 des Bergwerks Prosper Haniel ein.

„Nachdenklich, melancholisch aber auch dankbar“, beschrieb Overbeck seine Gefühlslage nach der Grubenfahrt. Damit gingen 200 Jahre Industriegeschichte im Ruhrgebiet zu Ende, so Overbeck weiter und er erinnerte daran, dass die Gründung und Geschichte des Ruhrbistums immer eng mit dem Bergbau verbunden gewesen sei. Wenn die Zeche Prosper Haniel in diesem Jahr schließt und damit der Steinkohle-Bergbau in ganz Deutschland zu Ende geht, müsse man aber auch nach vorne schauen, so der Bischof weiter.

Bereits seit dem 14. September ist die Regelförderung auf Prosper Haniel eingestellt. Um so mehr war es dem Ruhrbischof ein Anliegen auf der 7. Sohle in rund 1200 Metern Tiefe vor der Figur der Heiligen Barbara innezuhalten und für alle Bergmänner und ihre Familien still zu beten.

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