Katholiken spenden an Neujahr für Gemeinden in Afrika

Erste Kollekte des neuen Jahres unterstützt die Arbeit von Ordensschwestern, Priestern und vielen anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kirche in Afrika. Schwerpunktland in diesem Jahr ist Ghana. ZDF-Journalistin Gundula Gause ist Schirmherrin des Afrikatags

In den Neujahrsgottesdiensten am 1. Januar bitten die katholischen Gemeinden im Bistum Essen traditionell um Spenden für Gemeinden in Afrika. Die Kollekte zum Afrikatag ist dabei die älteste kirchliche Solidaritätskampagne der Welt. Gleichzeitig sind die Herausforderungen für die Kirche in Afrika aktueller denn je, betont Pfarrer Dirk Bingener, Präsident der Hilfsorganisation Missio Aachen: „Die wachsende Kirche in Afrika braucht Ordensleute und Priester, die als Seelsorger und Sozialarbeiter den Menschen ganz konkret und professionell im Alltag helfen können.“ Mit den Geldern aus Deutschland unterstützt Missio die Kirchen vor Ort.

Erste Kollekte 1891 diente dem Kampf gegen die Sklaverei

„Damit sie das Leben haben”, lautet das Leitwort der Afrika-Kollekte in diesem Jahr. 2019 spendeten die Katholiken in Deutschland knapp 1,1 Millionen Euro – rund 28.400 Euro davon kamen aus dem Bistum Essen. Während die Afrika-Kollekte im Ruhrbistum an Neujahr terminiert ist, wird der katholische Afrikatag weltweit an verschiedenen Terminen bis zum 19. Januar gefeiert. Traditionell orientiert sich der Termin am Dreikönigstag, 6. Januar, da der Überlieferung nach zumindest einer der Sterndeuter im Stall von Bethlehem aus Afrika gekommen sein soll. Mit der ersten Afrika-Kollekte am 6. Januar 1891 wollte Papst Leo XIII. Gelder zur Unterstützung des Kampfes gegen die Sklaverei in Afrika sammeln.

Beim Afrikatag 2020 steht Ghana im Mittelpunkt

Im Blickpunkt des Afrikatags 2020 steht die Kirche in Ghana. In Aiyinasi-Awiaso im Südwesten des Landes engagiert sich Schwester Irene Ama Serwah Nkromah als Schulleiterin, Lehrerin und Sozialarbeiterin. Für ihre Schützlinge hat sie immer ein offenes Ohr und sie weiß, wie wichtig Bildung für das Vorankommen der Kinder im Leben ist. Deshalb hilft sie, wo sie kann, um Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen, unterrichtet selbst Mathematik, Religion und Moral, und fährt jeden Morgen mit dem Schulbus mit, um die Kinder von zu Hause abzuholen.

Von dem Engagement afrikanischer Ordensschwestern zeigt sich auch die ZDF-Journalistin Gundula Gause beeindruckt, die die Schirmherrschaft des Afrikatags übernommen hat. Sie erinnert an die Ordensfrau Angelina Gerharz, die jüngst in der ZDF-Spendengala „Ein Herz für Kinder“ ein Missio-Hilfsprojekt auf einer Elektroschrott-Halde in Ghana vorgestellt hat. „Diese Missionarin arbeitet in einem guten Team, aber sie ist bereits 76 Jahre alt. Daher ist es wichtig, dass das Engagement von Missio für die Ausbildung einheimischer Ordensschwestern unterstützt wird. Nur so können afrikanischen Ordensfrauen einmal in die Fußstapfen von Schwester Angelina treten“, betont Gause.

Missio-Referent

Meinrad Rupieper

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